Perl: Kreditaufnahme steigt im Nachtrag, Schützenhaus kostet 635.000 Euro
Stand: 28. Oktober 2026, 07:00 Uhr
Neue öffentliche Ratsvorlagen machen zwei Finanzpunkte der Gemeinde Perl konkreter. Beim Nachtragshaushalt steigt die geplante Kreditaufnahme gegenüber dem ersten Entwurf. Für die Sanierung des Schützenhauses nennt die Verwaltung erstmals einen detaillierten Finanzierungsrahmen. Wichtig: Im Bürgerinformationssystem sind bislang Beschlussvorschläge veröffentlicht, aber noch keine Beratungsergebnisse oder Abstimmungsbeschlüsse der Sitzung vom 26. Oktober.
Autor: Alfred Regler , Merzig .
1. Nachtragshaushalt: geplante Kreditaufnahme steigt um 249.000 Euro
Der zweite Entwurf des Nachtragshaushalts 2026 sieht eine Kreditaufnahme von 3,030 Millionen Euro vor. Im ersten Entwurf waren es 2,781 Millionen Euro. Das sind 249.000 Euro mehr. Gegenüber dem ursprünglichen Haushaltsplan 2026 liegt die geplante Kreditaufnahme nach Angaben der Verwaltung weiterhin 184.000 Euro niedriger.
Als Grund nennt die Vorlage eine vorgeschriebene Umbuchung beim früheren Projekt „Sanierung und Erweiterung Kindergarten Oberleuken“. Die Maßnahme aus den Jahren 2018 bis 2022 soll nach einer Neubewertung als Investition behandelt werden. Laut Vorlage verändert diese Umbuchung die Finanzierungstabelle, hat aber keine unmittelbaren Auswirkungen auf den jetzigen Haushalt.
Einordnung: Das ist der Inhalt des zweiten Entwurfs und des Beschlussvorschlags. Ein veröffentlichtes Abstimmungsergebnis des Gemeinderates liegt im Bürgerinformationssystem noch nicht vor.
Auswirkung für Bürgerinnen und Bürger: Eine höhere Kreditaufnahme kann den finanziellen Spielraum der Gemeinde in späteren Jahren beeinflussen. Welche konkreten Folgekosten entstehen, geht aus der Kurzvorlage nicht hervor.
Schützenhaus Perl: 635.000 Euro Gesamtkosten vorgesehen
Die öffentliche Beschlussvorlage zur energetischen und funktionalen Sanierung des Schützenhauses nennt geschätzte Gesamtkosten von 635.000 Euro. Vorgesehen sind 476.250 Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“, entsprechend 75 Prozent. Der rechnerische kommunale Eigenanteil beträgt 158.750 Euro.
Die Vorlage ist an einer Stelle widersprüchlich: Im Beschlussvorschlag und unter „Finanzielle Auswirkungen“ stehen 158.700 Euro Eigenanteil, während Sachverhalt, Fördersumme und Prozentangaben 158.750 Euro ergeben. Die Abweichung von 50 Euro ist öffentlich noch nicht geklärt.
Zusätzlich wird eine Bedarfszuweisung des saarländischen Innenministeriums von 79.375 Euro in Aussicht gestellt. Sie ist in der Vorlage nicht als bewilligt dargestellt. Falls sie tatsächlich gewährt wird, könnte sie den kommunalen Anteil entsprechend reduzieren. Laufende Folgekosten werden nicht beziffert; erwartete Einsparungen bei Energie und Betrieb werden nur allgemein beschrieben.
Einordnung: Auch hier veröffentlicht das Ratsportal bislang einen Beschlussvorschlag. Daraus darf noch kein gefasster Ratsbeschluss abgeleitet werden.
Barrierefreiheits-Einordnung
Die Schützenhaus-Vorlage nennt ausdrücklich eine „Verbesserung der Barrierefreiheit“. Welche Maßnahmen damit gemeint sind, ist in der öffentlich lesbaren Kurzvorlage nicht beschrieben. Belegt sind weder ein stufenfreier Eingang noch Rampe, Aufzug, Türbreiten, barrierefreie Toilette, Behindertenparkplatz, befestigte Wege oder eine barrierefreie ÖPNV-Verbindung. Eine allgemeine Zielangabe ist deshalb kein Nachweis einer vollständig barrierefreien Wegekette.
Beim Vereinshaus Perl, in dem der Gemeinderat am 26. Oktober tagte, nennt die Sitzungseinladung ebenfalls keine vollständigen Angaben zur Zugänglichkeit des tatsächlich genutzten Raums.
Was jetzt offen bleibt
- das amtlich veröffentlichte Abstimmungsergebnis zu beiden Vorlagen,
- die Auflösung der 50-Euro-Abweichung beim Eigenanteil des Schützenhauses,
- die endgültige Bewilligung der Bundesförderung und einer möglichen Bedarfszuweisung,
- konkrete laufende Folgekosten und
- konkrete, überprüfbare Maßnahmen zur Barrierefreiheit.
Verlässliche Quellen
- Gemeinde Perl: Beschlussvorlage 2026/137-01 zum zweiten Nachtragshaushaltsentwurf
- Gemeinde Perl: Beschlussvorlage 2025/234-01 zur Sanierung des Schützenhauses
- Gemeinde Perl: Tagesordnung der Gemeinderatssitzung vom 26. Oktober 2026
- Gemeinde Perl: veröffentlichte Beratungsergebnisse des Gemeinderates
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Neue Unterlagen der Gemeinde Perl nennen konkrete Zahlen. Im zweiten Entwurf des Nachtragshaushalts steigt die geplante Kreditaufnahme auf 3,03 Millionen Euro. Für die Sanierung des Schützenhauses sind 635.000 Euro vorgesehen. Davon sollen 476.250 Euro aus einem Bundesprogramm kommen. Wichtig: Das sind Beschlussvorschläge. Ein veröffentlichtes Abstimmungsergebnis des Gemeinderates liegt noch nicht vor.
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Neue Ratsvorlagen in Perl: geplante Kreditaufnahme 2026 steigt gegenüber dem ersten Nachtragsentwurf um 249.000 € auf 3,03 Mio. €. Für das Schützenhaus sind 635.000 € vorgesehen. Noch keine veröffentlichten Abstimmungsergebnisse.
Die öffentlichen Ratsvorlagen der Gemeinde Perl machen zwei Finanzvorhaben konkreter. Der zweite Nachtragshaushaltsentwurf erhöht die geplante Kreditaufnahme auf 3,03 Millionen Euro. Für die Sanierung des Schützenhauses sind 635.000 Euro veranschlagt, davon 476.250 Euro Bundesförderung. Die Ratsbeschlüsse selbst sind im Informationssystem noch nicht veröffentlicht.
Perl legt neue Finanzzahlen vor: 3,03 Mio. Euro geplante Kreditaufnahme im zweiten Nachtragshaushaltsentwurf und 635.000 Euro für die Sanierung des Schützenhauses. Noch wichtig: Die veröffentlichten Unterlagen sind Beschlussvorlagen, keine bestätigten Abstimmungsergebnisse. #Perl #Gemeinderat #Kommunalpolitik #Haushalt #Barrierefreiheit
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Neue öffentliche Vorlagen in Perl: Die geplante Kreditaufnahme steigt im zweiten Nachtragshaushaltsentwurf um 249.000 Euro. Für das Schützenhaus sind 635.000 Euro Gesamtkosten vorgesehen. Ein amtlich veröffentlichtes Abstimmungsergebnis fehlt noch.
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