Oberleuken, dieser kleine, schnuckelige Ortsteil von Perl
Die Geschichte von Oberleuken, der Villa Borg und der Römerstraße – ganz locker erzählt Einleitung
Oberleuken, dieser kleine, schnuckelige Ortsteil von Perl im Saarland, ist echt ein Geschichtsbuch für sich. Hier kannst du hautnah erleben, wie sich unsere Region von der Steinzeit bis heute kulturell, politisch und wirtschaftlich entwickelt hat.
Die Römische Villa Borg, ein archäologischer Schatz gleich um die Ecke, und die alte Römerstraße von Metz nach Trier sind dabei absolute Highlights, die Oberleuken zu einem super spannenden Ort machen, um die Regionalgeschichte zu checken.
Dieser Essay nimmt dich mit auf eine kleine Zeitreise und beleuchtet die Story von Oberleuken, was die Villa Borg so besonders macht und welche Rolle die Römerstraße in der ganzen Gegend gespielt hat.
Und das alles basierend auf dem, was Archäologen so gefunden haben, alten Dokumenten und den Geschichten, die man sich hier so erzählt.Frühgeschichte und keltische Wurzeln – als die Kelten hier das Sagen hatten
Die Gegend um Oberleuken war schon richtig früh besiedelt, genauer gesagt, seit der Altsteinzeit (so um 50.000 v. Chr.). Archäologische Funde wie Werkzeuge, Beile und Tonscherben aus der Jungsteinzeit (circa 3000 v. Chr.) zeigen, dass hier immer jemand gewohnt hat. Besonders cool ist das keltische Gräberfeld, das 1997 entdeckt wurde und beweist, dass die Kelten hier ordentlich was zu sagen hatten. Die Kelten, wahrscheinlich die romanisierten Treverer, haben das fruchtbare Land zwischen Saar und Mosel für Ackerbau und Viehzucht genutzt – und das war die perfekte Basis für die späteren römischen Siedlungen.
Der Name „Oberleuken“ kommt übrigens wahrscheinlich vom althochdeutschen „luica“, was so viel wie „Siedlung am Leukbach“ bedeutet. Der Leukbach, dieser kleine Fluss, der in Eft entspringt und durch Oberleuken fließt, war nicht nur eine wichtige Wasserquelle, sondern auch eine politische Grenze, wie wir später noch sehen werden.Die Römische Villa Borg und die Römerstraße – Luxusleben auf dem Land
Die Römische Villa Borg, die auf so einer sanften Kuppe zwischen Borg und Oberleuken liegt, ist mit ihren rund 7,5 Hektar eine der größten Villenanlagen im Saar-Mosel-Raum. Die wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. als „villa rustica“ gebaut – also ein römisches Landgut, das in einen Wohn- und Herrschaftsbereich (pars urbana) und einen Wirtschaftstrakt (pars rustica) aufgeteilt war. Die Villa hatte sogar ein eigenes Bad, einen Garten und wahrscheinlich eine Brauerei. Und die Lage war der Hammer: direkt an der Römerstraße von Metz nach Trier, die ja ein Teil der Fernverbindung zwischen Marseille und Köln war. So konnten die Bewohner easy ihre landwirtschaftlichen Produkte verkaufen, entweder an römische Legionäre in Trier oder an die Zivilbevölkerung.
Die Villa Borg wurde wohl von romanisierten Kelten bewohnt, die von der römischen Kultur und Infrastruktur ordentlich profitiert haben. In ihrer Blütezeit im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. lebten im Herrenhaus so um die 25–30 Leute und auf dem gesamten Gut, inklusive der Landarbeiter, sogar 150–200 Leute. Im 3. Jahrhundert wurde die Villa dann von Germanen teilweise zerstört, im 4. Jahrhundert wieder aufgebaut, aber Ende des 4. Jahrhunderts dann endgültig aufgegeben.
Die Entdeckung der Villa verdanken wir dem Lehrer Johann Schneider aus Oberleuken, der um 1900 schon kleinere Grabungen gemacht und den römischen Ursprung des Areals erkannt hat. Seit 1987 wird die Villa systematisch ausgegraben und rekonstruiert. Dabei wurden Gebäude wie das Herrenhaus, das Villenbad und die römische Küche wieder aufgebaut. Heute ist die Villa Borg ein Archäologiepark und ein super Ausflugsziel, wo man einen tollen Einblick ins römische Landleben bekommt.Mittelalter und politische Teilung – ein Bach als Grenze
Die erste offizielle Erwähnung von Oberleuken stammt aus dem Jahr 964, als der Gaugraf Siegfried in einem Vertrag 73 Morgen Land und sieben Leibeigene an den Trierer Erzbischof Heinrich I. abgetreten hat. Damals hieß der Ort noch „Odowines luica“. Im Mittelalter war Oberleuken eine eigene Pfarrei mit der Pfarrkirche St. Gangolf. Eine coole Besonderheit war die politische Teilung des Dorfes: Der Leukbach diente als Grenze zwischen dem Kurfürstentum Trier (linke Bachseite) und dem Herzogtum Lothringen (rechte Bachseite), was zu unterschiedlichen Zuständigkeiten geführt hat.
Als das Herzogtum Lothringen 1766 aufgelöst wurde, fiel der lothringische Teil an Frankreich, und während der Französischen Revolution (1797) wurde das gesamte Saargau-Gebiet, inklusive Oberleuken, Teil der Französischen Republik. Nach dem Wiener Kongress (1815) kam das Gebiet dann zu Preußen, und 1830 wurde das Dorf dann endlich administrativ vereint.20. Jahrhundert: Kriegszerstörung und Wiederaufbau – als Oberleuken wieder auf die Beine kam
Im Zweiten Weltkrieg war Oberleuken Teil des Westwalls und des Orscholzriegels, einer wichtigen Verteidigungslinie. 1944/45 wurde das Dorf dann leider schwer zerstört, auch die Pfarrkirche St. Gangolf. Aber bis 1954 wurde die Kirche wieder aufgebaut, und ein Soldatenfriedhof für 130 deutsche und 16 amerikanische Soldaten wurde angelegt. Eine deutsch-amerikanische Gedenkstätte in der Nähe des „Potsdamer Platzes“ erinnert an die Gefallenen und mahnt zum Frieden.Schlussfolgerung – Oberleuken, ein echtes Geschichtswunder
Oberleuken, die Villa Borg und die Römerstraße sind untrennbar miteinander verbunden und erzählen die vielschichtige Geschichte des Saar-Mosel-Raums. Von der keltischen Frühgeschichte über die römische Blütezeit bis hin zu den politischen und kriegerischen Turbulenzen des Mittelalters und der Moderne zeigt Oberleuken, wie lokale Geschichte globale Entwicklungen widerspiegelt. Die Villa Borg steht heute als lebendiges Zeugnis römischer Lebensart und ist ein kulturelles Erbe, das die Region super bereichert.Essay 2: Die Geschichte des Leukbachs – Wasser marsch!Einleitung
Der Leukbach, dieser kleine Fluss, der in Eft entspringt und durch Oberleuken fließt, ist viel mehr als nur ein geografisches Merkmal. Schon in prähistorischen Zeiten war er eine echte Lebensader für die Bewohner der Region. Er diente als Trinkwasserquelle, Grenzfluss und sogar als sozialer Treffpunkt. Dieser Essay schaut sich mal genauer an, wie das Wasser am Leukbach von der Frühgeschichte bis heute genutzt und verarbeitet wurde. Und das alles basierend auf historischen und archäologischen Spuren sowie den Geschichten, die man sich hier so erzählt.Frühgeschichte: Der Leukbach als Natur-Supermarkt
Archäologische Funde beweisen, dass die Gegend um Oberleuken schon in der Jungsteinzeit besiedelt war. Der Leukbach war damals eine unverzichtbare Wasserquelle zum Trinken, Kochen und Bewässern. Direkte Beweise für Wasseraufbereitung gibt es aus dieser Zeit zwar nicht, aber die natürliche Qualität des Leukbachs, der durch ein relativ unberührtes Tal floss, hat eine aufwendige Verarbeitung wahrscheinlich unnötig gemacht. Die Kelten haben den Bach wohl direkt genutzt, vielleicht mit einfachen Methoden wie dem Absetzen von Sedimenten in Gefäßen.Römische Zeit: Wie die Römer das Wassermanagement revolutionierten
Mit den Römern, die im 1. Jahrhundert n. Chr. kamen, wurde das Wassermanagement in der Region richtig professionell. Die Römische Villa Borg, strategisch günstig in der Nähe des Leukbachs gelegen, hat von dessen Wasserressourcen ordentlich profitiert. Auch wenn keine direkten Hinweise auf Aquädukte oder komplexe Wasserleitungen in der Villa Borg gefunden wurden, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Wasser des Leukbachs für die Badeanlage (Thermen) und die Landwirtschaft genutzt wurde. Römer waren ja bekannt für ihre fortschrittlichen Techniken in der Wasseraufbereitung, wie zum Beispiel Sandfilter oder Siedebecken, um Trinkwasser zu reinigen. In der Villa Borg könnte das Wasser des Leukbachs durch einfache Kanäle oder Rohre in die Badeanlage geleitet worden sein, so wie es in anderen römischen Villen üblich war.
Die Nähe zur Römerstraße von Metz nach Trier deutet darauf hin, dass das Wasser des Leukbachs auch für Reisende und ihre Tiere genutzt wurde. Und es gibt sogar so eine lustige Anekdote über den „dreiköpfigen Hund Zerberus“, der im Leukbach badete. Das zeigt, wie wichtig der Bach kulturell war, auch wenn es natürlich nur ein Mythos ist.**Mittelalter: Der
Die Gegend um Oberleuken war schon richtig früh besiedelt, genauer gesagt, seit der Altsteinzeit (so um 50.000 v. Chr.). Archäologische Funde wie Werkzeuge, Beile und Tonscherben aus der Jungsteinzeit (circa 3000 v. Chr.) zeigen, dass hier immer jemand gewohnt hat. Besonders cool ist das keltische Gräberfeld, das 1997 entdeckt wurde und beweist, dass die Kelten hier ordentlich was zu sagen hatten. Die Kelten, wahrscheinlich die romanisierten Treverer, haben das fruchtbare Land zwischen Saar und Mosel für Ackerbau und Viehzucht genutzt – und das war die perfekte Basis für die späteren römischen Siedlungen.
Der Name „Oberleuken“ kommt übrigens wahrscheinlich vom althochdeutschen „luica“, was so viel wie „Siedlung am Leukbach“ bedeutet. Der Leukbach, dieser kleine Fluss, der in Eft entspringt und durch Oberleuken fließt, war nicht nur eine wichtige Wasserquelle, sondern auch eine politische Grenze, wie wir später noch sehen werden.Die Römische Villa Borg und die Römerstraße – Luxusleben auf dem Land
Die Römische Villa Borg, die auf so einer sanften Kuppe zwischen Borg und Oberleuken liegt, ist mit ihren rund 7,5 Hektar eine der größten Villenanlagen im Saar-Mosel-Raum. Die wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. als „villa rustica“ gebaut – also ein römisches Landgut, das in einen Wohn- und Herrschaftsbereich (pars urbana) und einen Wirtschaftstrakt (pars rustica) aufgeteilt war. Die Villa hatte sogar ein eigenes Bad, einen Garten und wahrscheinlich eine Brauerei. Und die Lage war der Hammer: direkt an der Römerstraße von Metz nach Trier, die ja ein Teil der Fernverbindung zwischen Marseille und Köln war. So konnten die Bewohner easy ihre landwirtschaftlichen Produkte verkaufen, entweder an römische Legionäre in Trier oder an die Zivilbevölkerung.
Die Villa Borg wurde wohl von romanisierten Kelten bewohnt, die von der römischen Kultur und Infrastruktur ordentlich profitiert haben. In ihrer Blütezeit im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. lebten im Herrenhaus so um die 25–30 Leute und auf dem gesamten Gut, inklusive der Landarbeiter, sogar 150–200 Leute. Im 3. Jahrhundert wurde die Villa dann von Germanen teilweise zerstört, im 4. Jahrhundert wieder aufgebaut, aber Ende des 4. Jahrhunderts dann endgültig aufgegeben.
Die Entdeckung der Villa verdanken wir dem Lehrer Johann Schneider aus Oberleuken, der um 1900 schon kleinere Grabungen gemacht und den römischen Ursprung des Areals erkannt hat. Seit 1987 wird die Villa systematisch ausgegraben und rekonstruiert. Dabei wurden Gebäude wie das Herrenhaus, das Villenbad und die römische Küche wieder aufgebaut. Heute ist die Villa Borg ein Archäologiepark und ein super Ausflugsziel, wo man einen tollen Einblick ins römische Landleben bekommt.Mittelalter und politische Teilung – ein Bach als Grenze
Die erste offizielle Erwähnung von Oberleuken stammt aus dem Jahr 964, als der Gaugraf Siegfried in einem Vertrag 73 Morgen Land und sieben Leibeigene an den Trierer Erzbischof Heinrich I. abgetreten hat. Damals hieß der Ort noch „Odowines luica“. Im Mittelalter war Oberleuken eine eigene Pfarrei mit der Pfarrkirche St. Gangolf. Eine coole Besonderheit war die politische Teilung des Dorfes: Der Leukbach diente als Grenze zwischen dem Kurfürstentum Trier (linke Bachseite) und dem Herzogtum Lothringen (rechte Bachseite), was zu unterschiedlichen Zuständigkeiten geführt hat.
Als das Herzogtum Lothringen 1766 aufgelöst wurde, fiel der lothringische Teil an Frankreich, und während der Französischen Revolution (1797) wurde das gesamte Saargau-Gebiet, inklusive Oberleuken, Teil der Französischen Republik. Nach dem Wiener Kongress (1815) kam das Gebiet dann zu Preußen, und 1830 wurde das Dorf dann endlich administrativ vereint.20. Jahrhundert: Kriegszerstörung und Wiederaufbau – als Oberleuken wieder auf die Beine kam
Im Zweiten Weltkrieg war Oberleuken Teil des Westwalls und des Orscholzriegels, einer wichtigen Verteidigungslinie. 1944/45 wurde das Dorf dann leider schwer zerstört, auch die Pfarrkirche St. Gangolf. Aber bis 1954 wurde die Kirche wieder aufgebaut, und ein Soldatenfriedhof für 130 deutsche und 16 amerikanische Soldaten wurde angelegt. Eine deutsch-amerikanische Gedenkstätte in der Nähe des „Potsdamer Platzes“ erinnert an die Gefallenen und mahnt zum Frieden.Schlussfolgerung – Oberleuken, ein echtes Geschichtswunder
Oberleuken, die Villa Borg und die Römerstraße sind untrennbar miteinander verbunden und erzählen die vielschichtige Geschichte des Saar-Mosel-Raums. Von der keltischen Frühgeschichte über die römische Blütezeit bis hin zu den politischen und kriegerischen Turbulenzen des Mittelalters und der Moderne zeigt Oberleuken, wie lokale Geschichte globale Entwicklungen widerspiegelt. Die Villa Borg steht heute als lebendiges Zeugnis römischer Lebensart und ist ein kulturelles Erbe, das die Region super bereichert.Essay 2: Die Geschichte des Leukbachs – Wasser marsch!Einleitung
Der Leukbach, dieser kleine Fluss, der in Eft entspringt und durch Oberleuken fließt, ist viel mehr als nur ein geografisches Merkmal. Schon in prähistorischen Zeiten war er eine echte Lebensader für die Bewohner der Region. Er diente als Trinkwasserquelle, Grenzfluss und sogar als sozialer Treffpunkt. Dieser Essay schaut sich mal genauer an, wie das Wasser am Leukbach von der Frühgeschichte bis heute genutzt und verarbeitet wurde. Und das alles basierend auf historischen und archäologischen Spuren sowie den Geschichten, die man sich hier so erzählt.Frühgeschichte: Der Leukbach als Natur-Supermarkt
Archäologische Funde beweisen, dass die Gegend um Oberleuken schon in der Jungsteinzeit besiedelt war. Der Leukbach war damals eine unverzichtbare Wasserquelle zum Trinken, Kochen und Bewässern. Direkte Beweise für Wasseraufbereitung gibt es aus dieser Zeit zwar nicht, aber die natürliche Qualität des Leukbachs, der durch ein relativ unberührtes Tal floss, hat eine aufwendige Verarbeitung wahrscheinlich unnötig gemacht. Die Kelten haben den Bach wohl direkt genutzt, vielleicht mit einfachen Methoden wie dem Absetzen von Sedimenten in Gefäßen.Römische Zeit: Wie die Römer das Wassermanagement revolutionierten
Mit den Römern, die im 1. Jahrhundert n. Chr. kamen, wurde das Wassermanagement in der Region richtig professionell. Die Römische Villa Borg, strategisch günstig in der Nähe des Leukbachs gelegen, hat von dessen Wasserressourcen ordentlich profitiert. Auch wenn keine direkten Hinweise auf Aquädukte oder komplexe Wasserleitungen in der Villa Borg gefunden wurden, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Wasser des Leukbachs für die Badeanlage (Thermen) und die Landwirtschaft genutzt wurde. Römer waren ja bekannt für ihre fortschrittlichen Techniken in der Wasseraufbereitung, wie zum Beispiel Sandfilter oder Siedebecken, um Trinkwasser zu reinigen. In der Villa Borg könnte das Wasser des Leukbachs durch einfache Kanäle oder Rohre in die Badeanlage geleitet worden sein, so wie es in anderen römischen Villen üblich war.
Die Nähe zur Römerstraße von Metz nach Trier deutet darauf hin, dass das Wasser des Leukbachs auch für Reisende und ihre Tiere genutzt wurde. Und es gibt sogar so eine lustige Anekdote über den „dreiköpfigen Hund Zerberus“, der im Leukbach badete. Das zeigt, wie wichtig der Bach kulturell war, auch wenn es natürlich nur ein Mythos ist.**Mittelalter: Der
Kommentare