Wenn Ausgewogenheit zur Behauptung wird – eine kritische Betrachtung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

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Wenn Ausgewogenheit zur Behauptung wird – eine kritische Betrachtung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

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Der öffentlich-rechtliche Rundfunk verweist regelmäßig auf seinen gesetzlichen Auftrag: objektiv, ausgewogen und vielfältig zu informieren.

In der Praxis wächst jedoch bei vielen Zuschauern der Eindruck, dass genau dieser Anspruch immer häufiger verfehlt wird.

Nicht durch falsche Fakten, sondern durch Auswahl, Gewichtung und Einordnung.

Nicht alles, was korrekt ist, ist auch ausgewogen

Berichterstattung beginnt lange vor der eigentlichen Nachricht. Entscheidend ist, welche Themen überhaupt aufgegriffen werden – und welche nicht. Wer täglich dieselben Schwerpunkte setzt, erzeugt zwangsläufig ein verzerrtes Gesamtbild.

Bestimmte Themen werden breit ausgeleuchtet, andere tauchen kaum oder nur am Rand auf. So entsteht keine offene Debatte, sondern ein vorgezeichneter Rahmen, in dem sich die öffentliche Meinung bewegen soll.

Sprache formt Wahrnehmung

Auffällig ist auch die Wortwahl. Begriffe werden nicht neutral verwendet, sondern lenken die Deutung. Der Zuschauer bekommt nicht nur Informationen, sondern oft gleich die passende Einordnung mitgeliefert.

Damit verschiebt sich die Rolle des Journalismus: von der Vermittlung hin zur Bewertung. Wer andere Schlüsse ziehen möchte, muss sich bewusst gegen das vorgegebene Narrativ stellen.

Begrenzte Vielfalt bei Meinungen und Experten

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Auswahl der Gesprächspartner. Häufig treten dieselben Experten, Institute und Kommentatoren auf. Unterschiedliche Perspektiven sind selten gleichwertig vertreten.

Vielfalt bedeutet jedoch nicht, mehrere Stimmen zu hören, die im Kern dasselbe sagen. Vielfalt entsteht erst dort, wo echte Gegensätze zugelassen werden – ohne sie vorab abzuwerten oder zu relativieren.

Auftrag und Wirklichkeit klaffen auseinander

Sender wie ARD und ZDF haben den Auftrag, die Meinungsbildung zu ermöglichen – nicht sie zu lenken. Genau hier liegt der Kern der Kritik.

Viele Zuschauer fühlen sich nicht mehr ernst genommen, sondern belehrt. Das Vertrauen leidet nicht wegen einzelner Fehler, sondern wegen eines wiederkehrenden Grundtons.

Medienkritik ist notwendig

Kritik an Medien ist kein Angriff auf Pressefreiheit. Im Gegenteil: Eine freie Presse lebt davon, hinterfragt zu werden. Gerade öffentlich finanzierte Medien müssen sich dieser Diskussion stellen.

Transparenz, Selbstkritik und echte Pluralität wären ein Zeichen von Stärke – nicht von Schwäche.

Schlussgedanke

Das Problem ist nicht, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk Unwahrheiten verbreitet.
Das Problem ist, dass er zunehmend vorgibt, was relevant ist und wie es zu verstehen sei.

Eine demokratische Öffentlichkeit sollte genau darüber offen diskutieren – ohne Scheuklappen und ohne Denkverbote.



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